Viele Menschen werden Chef genannt.
- Gerald Unger

- vor 6 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Aber eine Führungspersönlichkeit zu sein, ist etwas völlig anderes.
Ein Titel steht auf der Visitenkarte. Diese wird voller Stolz präsentiert und überreicht – nur wer steckt hinter dem Titel? Wie tickt dieser Mensch?
Und jetzt der wichtigste Punkt:
Führung zeigt sich im Verhalten – jeden Tag. Nicht im Titel auf der Visitenkarte.
Ein Chef gibt Anweisungen., schwadroniert von Macht und verkennt die Situation – dass er von seinen Mitarbeitern abhängig ist. Diese zu begeistern, Vertrauen entgegenzubringen, entwickeln, wachsen lassen, Haltung zeigen, Bindung ermöglichen, zu erkennen, dass er dann gut dasteht, wenn seine Mitarbeiter ihn überflügeln, - das wären seine Aufgaben.
Eine Führungspersönlichkeit gibt Orientierung.
Ein Chef kontrolliert.Eine Führungspersönlichkeit vertraut.
Ein Chef erwartet Leistung.
Eine Führungspersönlichkeit schafft ein Umfeld, in dem Leistung überhaupt erst möglich wird.
Menschen folgen nicht dauerhaft einer Position –
sie folgen Haltung, Klarheit und Vertrauen.
Die Frage ist also nicht
Welchen Titel trage ich?
Sondern:
Wie erleben mich die Menschen, mit denen ich arbeite?
Viele so bezeichnete Chefs, Vor-Gesetzte – denken in Machtstrukturen. Das funktioniert heute immer weniger und genau deshalb scheitern viele sogenannte Chefs.
Denn echte Führung beginnt nicht mit Macht, noch weniger mit dem verbreiten von Angst – da ist das Scheitern vorprogrammiert und wird für das Unternehmen extrem gefährlich.
Echte Führung beginnt mit Verantwortung und Haltung
Und genau darin liegt der Unterschied.
Verantwortung zeigt sich in der persönlichen Haltung, im Handeln, im Mindset. Als Führungspersönlichkeit tragen Sie Verantwortung – für sich, für ihre Mitarbeiter und deren Familien, für ihre Kunden, deren Mitarbeiter und deren Familien, und für ihre Lieferanten, deren Mitarbeiter und deren Familien.
Chef-Darsteller sind zum Scheitern verurteilt und halten sich bestenfalls ein paar Jahre in hierarchischen Machtstrukturen, die dem Untergang geweiht sind und auch das Unternehmen, für das sie tätig sind, in den Abgrund reißen.
Mitarbeiter heute haben andere Ansprüche – an sich selbst, an ihr Umfeld, an ihre Arbeitgeber, an ihre Führungspersonen.
Wie sind Ihre Erfahrungen mit Chefitäten?
Herzlichst
Gerald Unger

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