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Führung braucht mehr als eine Gehaltserhöhung. Was Mitarbeiter wirklich wollen.

Autorenbild: Gerald Unger
Gerald Unger
vor 11 Minuten
2 Min. Lesezeit

 

Immer öfter höre ich von Kunden – meine Mitarbeiter wechseln, weil sie beim neuen Arbeitgeber mehr verdienen.

 

Das ist ein Irrglaube. Geld ist selten der ausschlaggebende Faktor.

 

Natürlich ist Geld wichtig. Es steht für Wertschätzung, Sicherheit und Anerkennung der eigenen Leistung.

 

Aber Geld allein macht noch keine gute Führung. Und es sorgt auch nicht automatisch dafür, dass Menschen motiviert bleiben.

 

Was Mitarbeiter wirklich wollen?

 

🔹 Wertschätzung, die ehrlich gemeint ist. Nicht nur dann, wenn alles perfekt läuft, sondern auch im Alltag. Ein ehrliches „Danke“ kann mehr bewirken, als viele Führungskräfte denken. Ein Danke kostet wenig und bewirkt so viel.

 

🔹 Vertrauen statt Kontrolle. Menschen wollen Verantwortung übernehmen, eigene Entscheidungen treffen und das Gefühl haben, dass man ihnen etwas zutraut. Immer nur Anweisungen abarbeiten und dabei kontrolliert werden führt zu Demotivation, Frust und „Dienst nach Vorschrift“.

 

🔹 Gehört werden. Gute Führung bedeutet nicht, immer die richtigen Antworten zu haben. Es bedeutet, die richtigen Fragen zu stellen und wirklich zuzuhören. Mitarbeiter sind meist die Experten in ihrem Aufgabenbereich. Da braucht es niemanden, der mit veralteten Vorgaben, Abläufen kommt.

 

🔹 Entwicklung statt Stillstand. Mitarbeiter möchten wachsen, ihre Stärken einsetzen und Perspektiven für ihre Zukunft sehen. Und genau darin liegt die Chance. Stärken, Talente, Interessen und Fähigkeiten einsetzen können – und darauf aufbauend Rollen beschreiben.

 

🔹 Respekt und Fairness. Ein gutes Arbeitsklima entsteht dort, wo Menschen unabhängig von ihrer Position ernst genommen werden und Führungskräfte mit gutem Beispiel vorangehen. Eine Führungskraft die Anweisungen innerhalb einer Woche 10 mal ändert verunsichert und frustriert das Team. Aktives Zuhören, Interesse an den Menschen ist der Ausweg.

 

🔹 Sinn und Orientierung. Wer versteht, warum die eigene Arbeit wichtig ist, identifiziert sich stärker mit dem, was er tut. Genau in diesem Punkt bieten viele Führungskräfte starkes Optimierungspotential. Leitplanken abstecken und darin frei entscheiden lassen und auch Abweichungen aushalten führt zu einem neuen Teamspirit.

 

Die entscheidende Frage lautet also nicht nur: „Was muss ich meinen Mitarbeitern zahlen?“

 

Sondern auch: „Wie müssen sich meine Mitarbeiter fühlen, damit sie gerne bleiben, sich einbringen und gemeinsam mit uns erfolgreich sein wollen?“

Denn Menschen verlassen nicht immer Unternehmen wegen des Gehalts. Manchmal verlassen sie Führungskräfte, unter denen sie sich nicht gesehen, gehört oder wertgeschätzt fühlen.

 

Und genau hier beginnt echte Führung.

 

💡 Eine Gehaltserhöhung kann Anerkennung ausdrücken. Gute Führung muss sie jeden Tag erlebbar machen.

 

Wie sehen Sie das? Was wiegt für Sie im Arbeitsalltag schwerer: mehr Gehalt oder eine Führungskraft, die Vertrauen schenkt, zuhört und Entwicklung ermöglicht?

Ich freue mich auf ihre Perspektiven in den Kommentaren.

Herzlichst

Gerald Unger

 

 


 
 
 

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